Wasserhöhe auf dem Dach
Die maximal zulässige Wasserhöhe auf dem Dach ergibt sich zum einen aus der Statik der Dachkonstruktion und zum anderen aus den Abdichtungshöhen der Dachaufbauten und Durchführungen.
Die notwendige Wasserhöhe in mm lässt sich aus der Abflusskurve des Dachentwässerungssystems im LX-Systemdatenblatt bei dem geplanten Abfluss in l/s ablesen.
Ziel der Dachentwässerung ist es, die Wasserhöhe auf dem Dach auch bei einem starken Regenereignis so gering wie möglich zu halten und trotzdem einen hohen Abfluss vom Dach zu leisten.
Bei der Planung muss daher beides aufeinander abgestimmt werden: Welche maximal zulässige Wasserhöhe ermöglicht die Dachkonstruktion und welche notwendige Wasserhöhe benötigen Hauptentwässerung und Notentwässerung gemäß Abflusskurve im LX-Datenblatt?
LORO-X Notentwässerung
mit Wehr unter der Haube für eine "minimale maximale Wasserhöhe"
LORO-X Notabläufe mit patentiertem "Wehr unter der Haube" ermöglichen einen höheren Abfluss bei deutlich geringerem Überstau über dem Wehr, als bei herkömmlichen Abläufen oder Speiern notwendig ist.
So ist die Wasserhöhe auf dem Dach mit einer LORO-X Notentwässerung minimal – trotz etwas höherer Wehrhöhe. Beispiel mit LORO-X Notablauf:
- Wehrhöhe des Notablaufs = 60 mm
- Überstau für den Abfluss der Notentwässerung = 15 mm
- Wasserhöhe auf dem Dach = 60 + 15 = 75 mm
- Sicher: LORO gibt bei Notabläufen die effektive Nenn-Wasserhöhe auf dem Dach und nicht nur den Überstau an, sodass manuelles Umrechnen bei der Planung nicht notwendig ist.
Notwendige Wasserhöhe
Die notwendige Wasserhöhe entspricht der Wasserhöhe bei planmäßigem Abfluss der Notentwässerung.
Sie setzt sich zusammen aus der Wehrhöhe des Notablaufs plus dem Überstau über dem Wehr für den Abfluss der Notentwässerung und wird bei LORO-X Notabläufen von der zu entwässernden Fläche aus gemessen. Bei variabel eingebauten Speierrohren entspricht die Wehrhöhe der Unterkante des Speierrohres.
Beispiel mit herkömmlichem Gully nach Norm:
- Wehrhöhe des Gullys = 55 mm
- Überstau für den Abfluss der Notentwässerung = 55 mm
- Wasserhöhe auf dem Dach = 55 + 55 = 110 mm
- Achtung: Teilweise geben Gullyhersteller nur den "Überstau" in den technischen Informationen der Notabläufe an, sodass die Wehrhöhe bei der Planung der Dachlast manuell hinzugerechnet werden muss. So ergeben sich oft höhere Wasserhöhen auf dem Dach!
Maximal zulässige Wasserhöhe
Die maximal zulässige Wasserhöhe auf dem Dach wird durch die Planung vorgegeben und ergibt sich zum Beispiel aus den folgenden Aspekten:
- Statisch zulässige Dachlast (1 mm Wasserhöhe = 1 kg/m² Dachlast)
- Türeintrittshöhen und Höhe von Dacheinstiegen bei genutzten Flächen
- Abdichtungshöhe an Kabel- und Rohrdurchführungen
- Abdichtungshöhe an Attika und aufgehenden Bauteilen
- Abdichtungshöhe an Lichtkuppeln oder PV-Anlagen
- Höhenlage von Elektroinstallationen auf dem Dach
- Evtl. Aufschwimmen des Dachaufbaus
- Evtl. Überströmen von Hochpunkten