LORO-X Dachentwsserungssysteme
LORO

Serie 93 LORO-X ATTIKASTAR Hochleistung

LORO-X Serie 93 ATTIKASTAR Modell Doppelrohr DN70 Hauptentwässerung
Typ: Hauptentwässerung Druckströmung 32l/s
LORO-X Serie 93 ATTIKASTAR Modell Doppelrohr DN70 Notentwässerung
Typ: Notentwässerung Druckströmung 32l/s

Serie 93: LORO-X ATTIKASTAR®

mit starker Leistung unter der Haube

LORO-X Attikastar® Attikaentwässerungssysteme mit großem Haubenumfang für starke Abflussleistung bei optimaler Laufruhe mit dem von LORO patentierten Doppelrohrprinzip erreichen durch Silent-Power Druckströmung bis zu 32 l/s bei einer Wasserhöhe von nur 55 mm.

Der Eingriff in die Wärmedämmung des Daches wird durch das LORO-X Doppelrohrprinzip minimiert. Durch die Zusammenführung der zwei DN 70 Rohrleitungen in eine DN 100 Fallleitung in dem hinter der Attika liegenden Y-Stück beginnt die Saugwirkung zuverlässig und bereits bei geringer Wassermenge.

Das Wehr unter der Haube ist in wählbaren Höhen zwischen 25 mm und 60 mm modular an die Bedürfnisse der Gebäude anpassbar. Dank der großen Haube des Attikastar werden Schall und Vibrationen konstruktionsbedingt minimiert, sodass der Attikastar als unersättlicher Wasserschlucker auch bei Einsatzfällen mit speziellen Schallschutzvorgaben zum Zuge kommen kann.

Der Attikastar Hochleistungsspeier für die Notentwässerung (LX760) ohne Fallleitung bietet durch seinen großen Umfang bis zu 7l/s Abflussleistung bei nur 15mm Wasserhöhe über dem Wehr (Entspricht bei einem 60mm Wehr = 75mm absoluter Wasserhöhe).

Vorteile:

- Power Druckströmung mit bis zu 32 l/s bei 55mm/75mm
- besondere Laufruhe durch große Haube
- modulare Wehrhöhe von 25 mm bis 60 mm
- geringer Eingriff in die Wärmedämmung durch patentiertes Doppelrohr
- schnelles “anspringen” der Druckentwässerung durch Y-Stück
- sichere Abdichtung mit runden LORO-X Anschlussrohren

Serie 93
LX803
LX766
Übersicht

Attikaentwässerung mit Druckströmung bis 32 l/s

FLACHDACH >> Die Nutzung von Attikaentwässerungssystemen mit Saugleistung über die Attika ist neu. Druckfeste und rückstausichere Abflussrohre liegen dabei vor der Fassade, wir beschreiben die Vorteile.

Genau wie bei der innen liegenden Druckentwässerung ist auch hier der sichere Leistungsnachweis von hoher Bedeutung. Planer und Ausführende müssen sich auf komplette Systemlösungen mit vom Hersteller garantierter Systemform und -leistung verlassen können.

Es ist daher naheliegend, dass das gesamte System vom Ablauf über die Formteile und Rohre bis zum Auslauf aus einer Hand kommen sollte.

Die Vorteile liegen auf der Hand:
- keine Durchbrüche in das Gebäude und damit keine Brandschutzprobleme
- freie Nutzbarkeit des Innenraumes, da keine Rohrleitungen im Gebäude
- keine Schallprobleme im Gebäude
- weniger Fallleitungen und Abläufe dank leistungsstarker Druckströmung
- geringe Montagekosten dank schneller Verlegung mit Steckmuffen
- planerische Sicherheit durch Datenblätter mit gemessener Abflusskurve und CAD- Zeichnungen

Nur wenige Entwässerungspunkte

Attika bedeutet Dachrandaufkantung als mauerähnlicher Aufbau am Dachrand eines Gebäudes zusammen mit dem Dachrandabschluss anstelle einer Dachrinne. Wie von der Rundrinnen-Entwässerung bereits bekannt, handelt es sich ebenfalls bei Attika-Druckströmungssystemen um eine Außenentwässerung. Die Dachkonstruktion wird hierfür mit einem Gefälle zur Attika geplant oder durch Gefälledämmung zur Attika nachträglich saniert, so dass den Attika-Abläufen genügend Wasser zugeführt werden kann.

Besonders vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang die geringe Anzahl von notwendigen Abläufen beziehungsweise Tiefpunkten durch die hohe Abflussleistung der einzelnen Dachentwässerungssysteme. So bietet zum Beispiel das Attika-Druckströmungssysteme von LORO bis zu 32 Liter pro Sekunde Abflussleistung mit einem Ablauf. Es kann bis zu zehn herkömmliche, 500 Millimeter breite Attika- Durchbrüche oder bis zu zehn handelsübliche Attika- Einzelabläufe mit Freispiegelströmung als Haupt- oder Notentwässerungssystem ersetzen.

Es ist zwischen Haupt- und Notentwässerung zu unterscheiden:

Die Hauptentwässerung hat die Aufgabe, beim Normalregen das Wasser vom Dach durch das Dachentwässerungssystem sicher in die Kanalisation abzuführen. Ein Regenstandrohr mit Reinigungsöffnung am Ende der Fallleitung bildet die Schnittstelle zum Grundleitungsanschluss.

• Die Notentwässerung hat die Aufgabe, bei Starkregenereignissen das Wasser nicht in die Kanalisation, sondern ins Freie abzuleiten. Gemeint sind hiermit frei überflutbare Flächen udas Gebäude oder speziell angelegte Rückhaltevorrichtungen für Regenwasser. Hierfür ist ein Notentwässerungssystem mit Ablauf und Fallleitung zum kontrollierten Abführen des Regenwassers unbedingt zu empfehlen. Herkömmliche Lösungen als Speier ohne Fallleitung oder einfache Öffnungen in der Attika als Notüberläufe werden den Ansprüchen an moderne Gebäude nicht gerecht.

Damit das Regenwasser bei normalen Regenereignissen nicht ständig ins Freie fließt, darf die Notentwässerung erst ab einer definierten Wasserhöhe auf dem Dach mit der Entwässerung beginnen. Um den Notablauf nicht aufwändig höher einbauen zu müssen, weisen zum Beispiel die Notentwässerungen von LORO ein Wehr unter der Saughaube auf. Somit kann der Notablauf auf derselben Ebene wie der Hauptablauf eingesetzt und abgedichtet werden. Besonders vorteilhaft wird hierbei die Kontrolle der Saugleistung des Wasser-Luft-Gemisches eingesetzt, wofür das Wehr als Anstauelement unter der Saughaube von zentraler Bedeutung ist. Im Normalfall wird das Wasser am Wehr des Notablaufsystems angestaut. Im Fall des Starkregenereignisses setzt bei diesem Schnellablaufsystem eine starke Saugleistung kontrolliert ein, so dass im Notfall das Wasser schnell vom Dach gesogen wird und ins Freie austritt.

Kontrolle der Saugleistung

Der verbreitete Begriff Druckströmung kann leicht missverstanden werden, weil man ihn in dem Sinne versteht, dass es sich um eine drückende Wassersäule handelt. Richtig ist, dass es sich um eine hängende Wasser-Luft- Gemisch-Säule handelt, die man sich als am Dachablauf aufgehängt vorstellen muss, wobei das angeschlossene Rohrsystem durch Unterdruckbildung zieht oder saugt. Die Kontrolle der Saugleistung erfolgt durch die Form des gesamten Systems, gebildet aus Abläufen, Rohren und Formstücken.

Das heißt, je nach Form des gesamten Systems entwickelt sich die Saugleistung unterschiedlich stark. Wesentlich bei der Saugleistung ist, dass das Wasser-Luft-Gemisch in der Fallleitung durch Unterdruck das Wasser-Luft-Gemisch im Ablauf nach sich zieht. Diese Zugwirkung zwischen dem unteren Wasser-Luft- Gemisch und dem oberen Wasser-Luft-Gemisch kann - je nach Systemform - gering (Freispiegelströmung) oder stark (Druckströmung) sein.

Wie bei einem Staubsauger wird die Saugleistung wesentlich durch die Belüftung des Systems kontrolliert. Der Belüftungsöffnung eines Staubsaugers, die sich auf- und zuschieben lässt, um die Saugleistung zu verändern, stehen bei diesem Dachentwässerungssystem Belüftungsöffnungen am Ablauf und an der Fallleitung gegenüber. Die Form und Größe aller Belüftungsöffnungen muss optimal ausgelegt sein, damit eine sichere Freispiegel-strömung oder eine sichere Druckströmung gewährleistet ist.

Generell gilt jedoch, dass insbesondere für Druckströmung in jedem Fall ein druckfestes und rückstausicheres Rohrsystem verwendet wird. Stahlabflussrohre haben sich für alle Arten der Dachentwässerung bewährt Durch das Wehr unter der Haube erreichen diese Dachentwässerungssysteme ihre volle Leistung bereits bei einer absoluten Wasserhöhe von 75 Millimeter.

Sicherheit durch Leistungsnachweis

Die Sicherheit eines Attika-Dachentwässerungssystems besteht vor allem darin, definierte Grenzwerte sicher einzuhalten. Um dieses zu gewährleisten, sind die Form und die daraus resultierende Leistung entscheidend. Die Systemform wird als CAD-Zeichnung definiert und am Bau entsprechend montiert. Zu jedem dieser Systeme gehört ein Datenblatt mit Abflusskurve, in der die Wasserhöhe auf dem Dach (in Millimeter) der Abflussleistung des Systems (in Liter pro Sekunde) ge- genübergestellt wird. So lässt sich planen, bei welcher Wasserhöhe das System welche definierte Abflussleistung liefert. Die wesentlichen Grenzwerte sind die maximale Wasserhöhe von 35 Millimeter bei Hauptentwässerung mit Freispiegelströmung, 55 Millimeter bei Hauptentwässerung mit Druckströmung und - nach Werknorm des Herstellers - maximal 75 Millimeter absolute Wasserhöhe bei der Notentwässerung. Durch das Wehr unter der Haube erreichen diese Dachentwässerungssysteme ihre volle Leistung bereits bei einer absoluten Wasserhöhe von 75 Millimeter.

Fazit: Vorteile nutzen

Attika-Dachentwässerungssysteme - als Freispiegel- oder Druckströmungsentwässerung - halten Grenzwerte ein. Mit wenigen Schritten kann der Dachhandwerker die Planung der Entwässerung selbst erstellen. <<